Lichtmatrose

Prerow

Bei leichtem Nieselregen laufen wir durch den Wald. Die Sonne scheint diffus durch die Wolken. Über Pfützen auf einem Campingplatz geht es weiter zum Strand. Es hat mittlerweile angefangen zu schneien. Das Meer liegt ganz ruhig vor uns. Über den wenigen Wellen, die ans Ufer schwappen fliegen vereinzelt Möwen durch den Schnee. Die Muscheln unter den Füßen knacken im Sand. Der Seetang riecht nach Fisch und wir nähern uns einer Gruppe von Möwen. Vorsichtig versuche ich näher an sie heranzukommen, doch dann werden sie durch das kleine Kind hinter uns aufgeschreckt.
Unser Weg führt uns wieder weg vom Meer. Nun laufen wir durch eine feuchte sumpfige Landschaft zwischen hoch wuchernden Pflanzen. Natur, denke ich mir und freue mich über den Blick und die Ruhe. Wir kommen dem Strand wieder näher. Man hört schon die Wellen, die unruhig in unsere Richtung drängen. Noch ist es nicht zu sehen, das Wasser, doch dann steht es plötzlich vor uns wild und geradezu endlos. Zuerst scheint es, als hätte das Meer den Strand für sich beansprucht und uns den Weg abgeschnitten, aber zwischen Strand und Meer können wir unseren Weg am Strand fortsetzen. Der Leuchtturm, unser Ziel, ist schon zu sehen. Er steht erhaben und still im Wind, dem gleichen Wind, der in unsere Gesichter peitscht und uns das Laufen im Sand erschwert. Eine Gruppe von Menschen läuft vor uns den Weg vom Strand über die Dünen zum Leuchtturm. Sie kämpfen noch mit ihrem Kinderwagen, der sich nicht so leicht vom Sand losreißen lässt. Unsere Wege trennen sich schnell wieder, zum Glück. Auf dem Rückweg kommen uns nur noch vereinzelt Menschen entgegen. Die Sonne schenkt uns noch einen letzten Sonnenstrahl, bevor sie endgültig hinter den Wolken verschwindet.

Insgesamt ein sehr schöner Tag, den ich sehr genossen habe. Morgen geht es nach Hamburg. Ich bin gespannt, was dort auf mich wartet.